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27.12.2021 - Hoffnungsträger mit großem Entwicklungspotenzial

TSV-Karateakademie setzt auf „Junior-Coaches“ für Restart

Schwarzenbruck – Noch immer beeinflusst die Pandemie den Trainingsbetrieb der TSV Karateakademie. Noch immer ärgern sich die „Karateka aus dem Moor“ darüber, dass kurz nachdem man mehrere Neumitglieder in der Bürgerhalle begrüßen durfte, der Trainingsbetrieb wieder eingestellt wurde, eine Aktion mit der Grundschule sowie die Weihnachtsfeier im Dezember abgesagt werden mussten.

Trotz dieser Situation blicken die TSV-Verantwortlichen um Akademieleiter Macher positiv in das Jahr 2022. „Irgendwann muss der Spuk dann ja auch mal wieder zu Ende sein“, so Macher, „und auf diese Zeit bereiten wir uns bereits seit einigen Monaten intensiv vor“.

Neben der laufenden Diskussion zur Schaffung eines attraktiven Sport- und Trainingsprogramms liegt ein Schwerpunkt in der Mitgliedergewinnung, um sich Schritt für Schritt wieder früheren Mitgliederzahlen anzunähern. Vor Jahren hatte man kurzzeitig die „100er-Marke“ durchbrochen.

„Eine sehr, sehr wichtige Voraussetzung für die Umsetzung unserer Vorhaben ist, dass wir dafür auch engagierte und kompetente Trainerinnen und Trainer in ausreichender Anzahl zur Verfügung haben“, so Macher. Das will die TSV-Karateakademie nicht dem Zufall überlassen, weshalb man bereits in 2021 ein „Train-the-Trainer-Programm“ entwickelte, um Hoffnungsträger zu identifizieren und gezielt auf die Übernahme von Verantwortung vorzubereiten.

Für den Re-Start nach der Pandemie setzen Macher und seine Kollegen der Akademieleitung auch auf insgesamt vier „Junior-Coaches“ – die 18jährige Sophie Arnold und der 17jährige Tom Rauh sind zwei davon.

Sophie Arnold ist Schülerin am Ostendorfer-Gymnasium in Neumarkt und steuert in großen Schritten auf ihr Abitur zu. Danach möchte sie Lehramt für Mathe und Musik studieren. Tom Rauh ist in der Oberstufe (Q11) des Leibniz-Gymnasiums-Altdorf. „Es freut mich wirklich sehr, dass auch Sophie und Tom schulische Belange und sportliches Engagement unter einen Hut bringen“, so Akademieleiter Robert Macher, „und sich trotz eines hohen Lernaufwandes im Karate engagieren, vorbildlich!“

Tom Rauh hatte 2012 mit dem Karatetraining begonnen, blickt demnach in 2022 auf bereits zehn Jahre Karateerfahrung zurück. „Ich habe wahrscheinlich wie viele andere auch damals den ein oder anderen Karatefilm gesehen und wollte das unbedingt auch machen“, so der Träger des 2. Kyu (2. Braungurt) und ergänzt: „Karate ist ein echt vielseitiger Sport, in dem man nicht nur Ausdauer und Kraft braucht. Auch nach zehn Jahren macht es einfach Spaß.“

Zwei Jahre später stieß dann Sophie Arnold zu den Trainierenden in der Bürgerhalle. Sie besitzt aktuell bereits den 1. Kyu (3. Braungurt) und steht im Jahr 2022 nicht nur vor ihrer Abiturprüfung, sondern sicherlich auch vor der Prüfung zum Schwarzgurt (1. DAN). Die angehende Lehramtsstudentin kam über ihren Bruder zur Karateakademie, der inzwischen nicht mehr an Bord ist. „Im Kindertraining hatte ich damals viel Spaß“, so die junge Trainerin, „und neben dem klassischen Training haben mir die Stärkung des Selbstbewusstseins und Selbstbehauptung sehr, sehr gut getan.“ Inzwischen ist sie begeistert von der Vielfalt der Kampfkunst Karate; „Man lernt man nie aus und kann immer an sich arbeiten und sich verbessern. Diese Aspekte und natürlich die großartige Gemeinschaft zwischen den Mitgliedern der Karateakademie sind einzigartig und motivieren mich immer wieder aufs Neue.“

Sophie Arnold legt großen Wert auf eine exakte Ausführung der Karatetechniken und bringt als Stärken sicherlich Aufgeschlossenheit, Teamfähigkeit und Zielstrebigkeit mit, was man ihr auch aus der Reihe der erfahrenen Trainer bestätigt. Neben dem Blick auf eigene, sportliche Ziele freut sie sich darüber „andere Menschen für das Karate begeistern zu können und Wissen weiterzugeben. Denn ich liebe Karate und möchte einen Teil dazu beitragen, dass unsere tolle ‚Karatefamilie‘ weiter wächst. Außerdem arbeite ich gerne zusammen mit Kindern und das Training ist ein guter Ausgleich zum Alltags- und Schulstress.“

Ähnlich freut sich Tom Rauh auf die angedachte Übertragung von mehr Trainingsverantwortung, auch da er selbstbewusst für sich selbst reklamiert, „Dinge gut erklären und kreative Trainingseinheiten halten zu können“.

Aufgrund eigener, positiver Erfahrungen möchte der motivierte 17jährige „auch anderen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, Karate als faszinierendes Hobby zu entdecken, in die faszinierende Welt der Kampfkunst eintauchen zu können und möglichst die gleichen schönen Erfahrungen im Verein wie ich zu machen.“ Auch Tom Rauh bescheinigen die erfahreneren Trainer und DAN-Träger ein hohes Entwicklungspotenzial. „Wir sind sehr froh, dass mit Tom, Sophie und weiteren ‚Junior-Coaches‘ inzwischen die dritte Trainergeneration seit der Gründung vor mehr als 15 Jahren in den Startlöchern steht“, so Akademiegründer und 6. DAN Reiner Hager, „auch, da mit Ausnahme von Dr. Christopher Ströhlein die erste Generation kein Karate mehr betreibt, die zweite Generation nun nach absolvierten Studiengängen mehr und mehr beruflich eingebunden ist, leider“.

17.11.2021 - DAN-Vergabe in TSV-Karateakademie mit hoher Symbolkraft

3. DAN für Robert Macher und Dr. Christopher Ströhlein

Schwarzenbruck – Ein schwieriges Sportjahr 2021 liegt hinter der Karateakademie im TSV Ochenbruck e.V.

Massive Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, das Wegfallen geplanter Sportaktivitäten und der damit einhergehende Mitgliederschwund haben ihre Spuren bei den Karatekämpfern „aus dem Moor“ hinterlassen – Grund zum Feiern gab es nicht wirklich.

Noch nach den Herbstferien konnte man eine ganze Reihe neuer Mitglieder auf der Matte begrüßen. Aber dann legte die 4. Welle nach und die Trainierenden wurden wieder nach Hause geschickt.

„Trotz erneut verschärfter Covid-Regelungen und einem erneuten Einstellen des Trainingsbetriebs im Dezember ist ein solider Optimismus und eine zunehmende Aufbruchsstimmung in der Karateakademie wahrzunehmen", so der Gründer der Karateakademie, Reiner Hager, „der ich mit der Vergabe des 3. DAN an Robert und Chris weitere Dynamik verschaffen wollte“.

Der 53jährige Träger des 6. DAN wollte mit der Vergabe im „Jahresendspurt“ nicht nur die sportlichen Fähigkeiten  der beiden TSV-Funktionäre und –Trainer würdigen: „Der Anspruch auf einen hohen DAN-Grad kann und darf sich nicht nur auf die technische Qualität beschränken. Hoher DAN-Träger zu sein bedeutet, dass man sich um das Karate verdient gemacht haben muss, sich seiner Vorbildrolle bewusst und selbiger gerecht zu sein, mit Leidenschaft und einem inneren Feuer als Multiplikator wirkt, um Menschen für unsere Kampfkunst zu begeistern“.

Eigenschaften, die gerade in schwierigen Zeiten mehr denn je gefragt sind, um das Fortbestehen der Karateakademie zu sichern und sich auf die Zeit nach der Pandemie bestmöglich vorzubereiten.

Dr. Christopher Ströhlein ist als Gründungsmitglied der TSV-Karateakademie von Beginn an dabei. Nur wenig später stieß Robert Macher, der heutige Akademieleiter, zu den in der Bürgerhalle Trainierenden hinzu. „Beide sind absolut tragende Säulen der Akademie“, so Hager, „haben Enormes geleistet und nie die Zuversicht verloren, sich gerade auch in problematischen Phasen stets den Herausforderungen mit breiter Brust gestellt“.

Ursprünglich war mit dem Ende der Herbstferien angedacht, dass im Rahmen des Restarts weitere Karateka auf anstehende Kyu-Prüfungen (Schülergrade) bzw. die technischen Prüfungen zum 1. DAN sowie 2. DAN gezielt und umfassend vorbereitet werden – auch die Vergabe der beiden 3. DAN-Grade bringt für diesen Personenkreis sicherlich einen Motivationsschub, sich nach einer Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs gezielt auf die eigene Prüfung vorzubereiten.

„Wir werden sehen, was im neuen Jahr machbar sein wird“, so der frischgekürte 3. DAN-Träger Macher, „und alles uns Mögliche tun, um unseren Mitgliedern möglichst bald auch wieder eine sportliche Perspektive zu bieten“.

12.10.2021 - Ambitionierter Restart am Ende eines schwierigen Jubiläumsjahres

TSV-Akademieleiter Robert Macher mit personeller Überraschung

Schwarzenbruck – So hatten sich die Verantwortlichen der Karateakademie im TSV Ochenbruck e.V. ihr Jubiläumsjahr wahrlich nicht vorgestellt.

„Im Frühjahr 2021 wollten wir unser 15jähriges Bestehen ausgiebig feiern“, so Akademieleiter Robert Macher sichtlich enttäuscht, „und hofften, dass uns die Pandemie dennoch die Möglichkeit für lange zuvor angedachte Aktionen bieten würde. Aber das klappte dann aufgrund der Corona-Regelungen nicht.“

Lange gab es keinen wirklichen – oder nur sehr eingeschränkten – Sportbetrieb. Klar, dass sich dies auch auf die Gemüter der „Karatesportler aus dem Moor“ auswirkte. Klar, dass die Karateakademie – wie auch andere Sportvereine und –arten – mit enormen Herausforderungen konfrontiert war, Mitglieder bei Laune und überhaupt im Verein zu halten. „Leider gelang uns dies nur sehr eingeschränkt“, fügt Macher hinzu, „wir haben massiv Federn gelassen und auf dem Weg durch die Pandemie viele, zu viele Mitglieder verloren.“

Die zurückliegenden Wochen nutzte das erfahrene Funktionärs- und Trainerteam, um sich intensiv mit einem – wenn auch weiterhin mit gewissen Einschränkungen verbundenen – Restart wieder hochmotiviert und ambitioniert mit einem attraktiven Trainings- und Sportprogramm zu befassen. „Eine hohe Priorität genießt dabei die Gewinnung neuer Interessenten für unseren faszinierenden Sport, der ja auch durch Olympia 2020 in Tokyo für Aufmerksamkeit gesorgt hatte“, verdeutlicht der Akademiechef.

Der Startschuss dafür erfolgt in der Woche nach den Herbstferien. Ab Mittwoch, 10.11.21 bzw. Freitag, 12.11.21 können mittwochs ab 18:00 Uhr bzw. freitags ab 18:30 Uhr angehende Karatekämpfer buchstäblich „ihre ersten Schritte im Karate“ unter fachkundiger Aufsicht im Trainingsraum der Bürgerhalle gehen.

Das Besondere wird dabei sein, dass neben dem „Haupttrainer“ künftig ein bis zwei weitere Trainer vor Ort sein werden, um eine bestmögliche und individuelle Integration „der Neuen“ zu gewährleisten. Um dies zu bewirken hatte man die vergangenen Monate genutzt, um geeignete Braun- und Schwarzgurte im Rahmen eines internen Train-the-Trainer-Programms umfassend auf die neue Aufgabe vorzubereiten.

„Die Stimmung bei den Trainern ist sehr, sehr gut. Man möchte, dass es endlich wieder mit Vollgas losgeht“, erklärt Macher, der seine Mitstreiter im Rahmen der finalen Sitzung mit einer ganz besonderen Personalie überraschte.

„Reiner Hager, Gründer der TSV-Karateakademie und inzwischen 6. DAN, wird uns künftig mit seiner 40jährigen Karateerfahrung wieder operativ im Rahmen verschiedener Trainingsformate (z.B. Master-Class), als Prüfer für Kyu- und DAN-Prüfungen sowie bei wichtigen Aufgaben (z.B. Öffentlichkeitsarbeit, Multiplikatorenschulungen) unterstützen, auch ohne formelles Amt. Ich freue mich sehr darüber, dass ich ihn für eine Art ‚Comeback‘ gewinnen konnte“, so Macher. Hager hatte sich im Dezember 2018 von der Bühne verabschiedet, um damit einen Generationswechsel zu initiieren.